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Cargo-Werkstatt an der Zürcherstrasse 15 · seit 1937

Cargobike-Service und Wartung in St. Gallen

Wir arbeiten ein Lastenvelo nicht im gleichen Raster ab wie ein Citybike: andere Prüfpunkte, andere Reihenfolge, andere Verschleissgrenzen.

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  • all-ride-zertifizierte Werkstatt
  • Lastenvelos aller Marken
  • Termin nach Voranmeldung
  • 4,4 ★ aus über 90 Google-Bewertungen (Stand August 2026)
  • all-ride-zertifizierte Werkstatt
  • Velo-Handwerk seit 1937, Inhaber Reto Lieberherr
  • Zürcherstrasse 15, 9000 St. Gallen
Weisses Cargo-Bike vor einem Ladenlokal in der Stadt

Belastung statt Kilometerstand

Warum ein Cargobike anders beansprucht wird als ein Velo

Ein Cargobike ist kein einfach grösser gebautes Velo, sondern ein Transportfahrzeug. Wer damit Kinder zur Schule bringt, den Wocheneinkauf holt oder Material auf die Baustelle fährt, bewegt regelmässig ein Vielfaches der Last, für die ein normales Velo ausgelegt ist. Entsprechend anders verschleisst so ein Rad – und entsprechend anders sieht ein sauber gemachter Service aus.

Velomechaniker bei der Arbeit an einem Velo in der Werkstatt
  • Fünf Punkte, die am Lastenvelo anders verschleissen
Schritt 01

Gewicht: der Normalfall ist die beladene Fahrt

Die Last liegt an einem Lastenvelo nicht gleichmässig auf dem Rahmen, sondern konzentriert sich auf Transportbox, Lenkungslager, Hinterbau und Laufräder. Materialermüdung zeigt sich dort zuerst – lange bevor sie hörbar wird. Dazu kommt ein Gewöhnungseffekt: Wer einmal 60 kg transportiert hat, transportiert sie wieder.

Schritt 02

Bremsen: mehr Masse, mehr Wärme

Bremsen an einem beladenen Cargobike leisten physikalisch mehr Arbeit, weil sie bei jedem Halt deutlich mehr Bewegungsenergie in Wärme umwandeln müssen. Das bedeutet schnelleren Belagverschleiss, stärker beanspruchte Scheiben und höhere thermische Belastung der Bremsflüssigkeit. Ein weicher Druckpunkt, der am unbeladenen Rad noch akzeptabel wirkt, ist mit voller Zuladung ein Sicherheitsproblem.

Schritt 03

Antrieb: hohes Drehmoment, tiefe Trittfrequenz

Am Cargobike wird mit hohem Drehmoment und tiefer Trittfrequenz angefahren, oft am Berg und aus dem Stand. Kette oder Zahnriemen, Ritzel, Kettenblatt und Nabe sind Kräften ausgesetzt, die an einem leichten Velo nicht auftreten. Die Kettenlängung schreitet schneller voran – und eine zu lang gefahrene Kette frisst Ritzel und Kettenblatt gleich mit. Wir messen sie deshalb mit der Lehre statt nach Gefühl.

Schritt 04

Lenkgeometrie: die Anlenkung ist ein Verschleissteil

Zweirädrige Long-John-Cargobikes lenken über ein Gestänge oder einen Seilzug, dreirädrige Modelle je nach Bauart über einen Drehschemel, über eine Achsschenkellenkung oder – wie das CD2 von HNF Nicolai – über eine neigbare Vorderachse. Das sind bewegte Bauteile mit Lagerspiel. Spiel in der Anlenkung äussert sich als schwammiges, verzögertes Lenkgefühl – heikel, weil man es sich unbewusst angewöhnt, statt es zu melden.

Schritt 05

Reifen und Laufräder: der unterschätzte Punkt

Der zulässige Luftdruckbereich ist eng, und die Folgen falschen Drucks sind grösser als am normalen Velo: zu wenig Druck erhöht das Durchschlagsrisiko und lässt die Flanke arbeiten, zu viel Druck kostet Grip auf nassem Pflaster. Dazu kommen höher belastete Speichen – ein Laufrad unter Dauerlast altert anders.

Prüfpunkte in fester Reihenfolge

Was wir beim Cargo-Service konkret prüfen

Jeder Cargo-Service folgt bei uns einer festen Reihenfolge. Was am Ende gemacht wird, besprechen wir vorher mit Ihnen; wir bauen nichts ein, das Sie nicht freigegeben haben.

  • Bremsanlage: Belag- und Scheibenstärke, Druckpunkt, Schleiffreiheit, Leitungen und Anschlüsse, bei hydraulischen Systemen Zustand der Bremsflüssigkeit beziehungsweise des Mineralöls und bei Bedarf Entlüftung.
  • Antrieb: Kettenlängung beziehungsweise Riemenspannung und -fluchtung, Ritzel, Kettenblatt, Schaltpräzision, Lager und Freilauf.
  • Lenkung und Rahmen: Steuersatz, Anlenkung, Gestänge und Gelenke, Sichtprüfung von Rahmen, Schweissnähten und Boxaufnahmen.
  • Laufräder und Reifen: Speichenspannung, Zentrierung, Nabenspiel, Profil und Flanken, Luftdruck gemäss Herstellerangabe.
  • Elektrik: Motorbefestigung, Sensorik, Kabelführung und Scheuerstellen, Akkukontakte und Akkusitz, angezeigte Fehlermeldungen.
  • Anbauteile am Transportbereich: Ständer und Standfestigkeit im beladenen Zustand, Gurte und deren Verankerung, Sitzbänke, Kindersitz-Befestigungen, Verdeck, Beleuchtung vorn und hinten.
  • Verschraubungen: alle sicherheitsrelevanten Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel auf Herstellerwert.

Was uns auffällt, halten wir fest und erklären es Ihnen – auch das, was heute noch nicht gemacht werden muss, aber beim nächsten Termin ansteht. Die Servicedauer richtet sich nach dem Arbeitsvolumen; sobald wir das Rad gesehen haben, sagen wir Ihnen, was auf Sie zukommt.

Velo-Reparatur und Service in St. Gallen

Schwarz-weiss: bepacktes Velo mit Säcken, Hochformat

Zertifizierung mit Folgen für die Annahme

Was die all-ride-Zertifizierung am Cargo-Service ändert

Unsere Werkstatt ist all-ride-zertifiziert. Das Siegel wird in der Schweiz vom Branchenverband 2rad Schweiz vergeben. Voraussetzung sind zweistufige Kurse und ein Audit im Betrieb durch zwei Fachleute; geprüft wird ein Kriterienkatalog, der den ganzen Weg von der Fahrzeugannahme bis zur Abholung abdeckt, dazu die regelmässige Weiterbildung des Werkstattteams, gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden und eine umweltfreundliche, nachhaltige Betriebsorganisation. Die Zertifizierung gilt nicht dauerhaft, sondern jeweils für drei Jahre.

Im Alltag merken Sie das vor allem bei der Annahme: Dort legen wir mit Ihnen einen verbindlichen Kostenrahmen fest. Zeigt sich während der Arbeit, dass es teurer wird, geht es erst nach Rücksprache mit Ihnen weiter. Am Cargobike wiegt das besonders schwer, weil mehr Bauteile sicherheitsrelevant sind und eine aufgeschobene Reparatur schneller zum Thema wird als am Citybike.

Rotes Cargo-Bike mit Kindersitzen hinten — Multitinker für die Familie

Drei Bauteile, die zusammenspielen müssen

Bosch, Enviolo, Gates: die Antriebstechnik am Lastenvelo

Am Cargobike treffen häufig drei Bauteile zusammen, die man am gewöhnlichen Velo selten in dieser Kombination sieht: ein drehmomentstarker Mittelmotor, eine stufenlose Nabe und ein Zahnriemen. Das dreirädrige CD2 von HNF Nicolai – die Marke firmiert heute als HNF Bikes – ist ein typisches Beispiel und führt Bosch Cargo Line, eine Enviolo-Nabe und einen Gates Carbon Drive in einem Fahrzeug zusammen.

Mittelmotor

Bosch-Mittelmotoren

Viele Familien-Cargobikes fahren mit Bosch-Mittelmotoren, am Lastenvelo meist mit der drehmomentstarken Cargo Line. Wir prüfen die mechanische Seite: Motorbefestigung, Kabelführung, Sensorik und den korrekten Sitz des Akkus, der am Cargobike stärker durchgerüttelt wird als sonst. Fehlermeldungen am Display nehmen wir auf und ordnen sie ein.

Schaltung

Enviolo-Naben

Enviolo-Naben schalten stufenlos statt in festen Gängen – am Lastenvelo ein echter Vorteil, weil sich unter Last anfahren und schalten lässt. Entscheidend sind Zugspannung und Kalibrierung: Stimmt die Einstellung nicht, steht nicht mehr die volle Übersetzungsbandbreite zur Verfügung, und man tritt schwerer, ohne zu wissen warum. Wir prüfen deshalb beides, statt nur die Schaltpräzision zu beurteilen.

Zahnriemen

Gates Carbon Drive

Der Zahnriemen ersetzt die Kette: kein Öl, kein Kettenfett an der Kinderhose. Dafür ist das Setup anspruchsvoller. Riemenspannung und Fluchtung müssen stimmen – zu wenig Spannung lässt den Riemen überspringen, zu viel belastet die Lager. Die Spannung ist messbar: Wir ermitteln sie mit dem Riemenmessgerät und stellen sie auf den Herstellerwert ein – nicht durch Anzupfen und nicht nach Gefühl.

Avinox

Neuere Antriebsgenerationen

Neue Antriebsgenerationen kommen laufend dazu. Als autorisierter Amflow-Fachhändler arbeiten wir mit dem DJI-Avinox-Antrieb. Am Cargobike ist er uns bisher nicht begegnet – der Umgang mit jungen, softwaregeprägten Systemen ist dadurch trotzdem Werkstattalltag.

Bergkamm im Abendlicht mit E-Mountainbike am Rand

Zwei Grenzen, und die tiefere zählt

Kindertransport: was das Gesetz erlaubt und was der Hersteller freigibt

Sobald Kinder mitfahren, ist Service keine Komfortfrage mehr. Ein Bremsbelag, der noch «ein paar Wochen hält», ist am Familien-Cargobike der falsche Ansatz.

Was seit dem 1. Juli 2025 gilt

Der rechtliche Rahmen hat sich per 1. Juli 2025 geändert. Beim leichten Motorfahrrad – der Kategorie der allermeisten Familien-Cargobikes – dürfen seither bis zu vier Kinder mitfahren, aber nur an einem Fahrzeug, das gar keinen Mitfahrersitz hat und vier geschützte Kindersitzplätze aufweist; mit Mitfahrersitz bleibt es bei zwei. Ein geschützter Kindersitzplatz braucht dabei mehr als einen Gurt: Rückenlehne, Rückhaltesystem und Schutz der Extremitäten vor beweglichen Fahrzeugteilen. Bei mehrspurigen schweren Motorfahrrädern legt dagegen die Zulassung die Zahl der Plätze fest; sie steht am Fahrzeug angeschrieben. An ein- und zweiplätzigen Fahrzeugen ist zusätzlich ein Anhänger mit höchstens zwei Kindern auf geschützten Sitzplätzen erlaubt. Ob das auch neben vier Kindersitzplätzen auf dem Fahrzeug gilt, ist nicht ausdrücklich geregelt – lassen Sie das vor dem Kauf vom Strassenverkehrsamt Ihres Kantons bestätigen. Masse und Gewichtsgrenzen des Anhängers stehen unter Vorschriften für Lastenvelos. Kinder mitführen darf nur, wer älter als 16 Jahre ist.

Die zweite Grenze: was der Hersteller freigibt

Für die Praxis wichtiger ist oft die zweite Grenze, die des Herstellers. Bei zweirädrigen Familien-Cargobikes gibt der Hersteller regelmässig weniger Kinderplätze frei, als das Gesetz zulassen würde, und bindet die Freigabe zusätzlich an ein Höchstalter der Kinder; die Kidsbox des dreirädrigen CD2 ist für vier Kinder ausgelegt, und die Sitzbänke mit den vier Sicherheitsgurten sind im Preis enthalten. Auch beim zulässigen Gesamtgewicht bleibt die Herstellerfreigabe häufig unter dem Gesetz. Die gesetzlichen 250 kg nützen Ihnen dann nichts. Es geht aber auch umgekehrt: Das CD2 ist ab Werk auf 280 kg zulässiges Gesamtgewicht ausgelegt; in der Schweiz endet die leichte Kategorie bei 250 kg, weshalb der Hersteller für die Schweiz 250 kg freigibt. Mehrspurige Fahrzeuge, die darüber hinausgehen, sind schwere Motorfahrräder und brauchen Fahrzeugausweis, Kontrollschild mit Vignette und den Führerausweis Kategorie M. Massgeblich ist immer der tiefere der beiden Werte – beim einen Rad ist das die Herstellerangabe, beim anderen das Gesetz.

Kategorie, Pflichten, Licht und Helm

Welche Pflichten für Ihr Rad gelten, hängt an der Fahrzeugkategorie:

KategorieTretunterstützung und MotorleistungGesamtgewicht und BauartWichtigste Pflichten
Leichtes Motorfahrrad – die meisten Familien-Cargobikesbis 25 km/h, Motorleistung insgesamt bis 0,50 kWbis 250 kgkein Kontrollschild, kein Fahrzeugausweis; ab 16 Jahren ohne Führerausweis, von 14 bis 16 mit Kategorie M
Schweres Motorfahrrad – schweres Lastenvelobis 25 km/h, Motorleistung insgesamt bis 2,00 kWbis 450 kg, mehrspurigKontrollschild mit Vignette, Fahrzeugausweis, Führerausweis Kategorie M, Rückspiegel links aussen; keine Helmpflicht
Schnelles Motorfahrrad – S-Pedelecbis 45 km/h, Motorleistung insgesamt bis 1,00 kWbis 200 kg, einspurig und einplätzigKontrollschild mit Vignette, Fahrzeugausweis, Führerausweis Kategorie M, Helmpflicht, Tachometer, Rückspiegel

Bei allen drei Kategorien gilt: Das Licht muss auch tagsüber eingeschaltet sein. Ein separates Tagfahrlicht ist dagegen nicht vorgeschrieben.

Beim Helm kursiert viel Falsches. Unter den elektrischen Lastenvelos gilt eine Helmpflicht nur beim schnellen E-Bike bis 45 km/h – für langsame und schwere Lastenvelos bis 25 km/h gibt es entgegen manchen Berichten keine. Auf dem schnellen E-Bike muss die fahrende Person ausserdem sicherstellen, dass mitgeführte Kinder unter zwölf Jahren einen Schutzhelm tragen (Art. 3b Abs. 1 VRV). Bei den Kategorien bis 25 km/h empfiehlt die BFU den Helm, vorgeschrieben ist er dort ohnehin nicht. Auf dem schnellen E-Bike selbst ist ein sicherer Kindersitz zulässig; dazu kommt ein Anhänger mit höchstens zwei geschützten Kindersitzplätzen, dort allerdings nur bei angepasstem Tempo.

Was wir am Familien-Cargobike zusätzlich prüfen

Mit Blick auf den Kindertransport prüfen wir zusätzlich Gurte und Verankerungen, Sitzbank und Sitzschalen, den festen Sitz von Kindersitzen und Verdeck sowie den Ständer im beladenen Zustand – ein beladenes Cargobike kann schon beim Ein- und Aussteigen kippen, nicht erst in der Kurve.

Die vollständige Übersicht über Kategorien, Kinderzahl, Helm, Licht und Gewichtsgrenzen mit den zugehörigen Artikeln steht unter Vorschriften für Lastenvelos. Stand dieser Angaben: August 2026, ohne Gewähr. Verbindlich ist die jeweils geltende Verordnung; welche Kategorie für Ihr Rad gilt, sagen wir Ihnen am konkreten Fahrzeug.

Zwei E-Bikes von Ramsauer Radsport auf einer Schotterpiste im Abendlicht

Orientierung statt Kilometertabelle

Wie oft ein Lastenvelo zum Service muss

Feste Kilometerangaben helfen beim Cargobike wenig, weil die Belastung davon abhängt, wie viel Sie transportieren und wie das Rad steht. Als Orientierung, nicht als Vorschrift:

Schritt 01

Erstinspektion nach den ersten Wochen im Alltag

Speichen setzen sich, Züge längen sich, Schrauben suchen ihren Sitz. Dieser Termin ist wichtiger, als er klingt.

Schritt 02

Jährlicher Komplettservice

Für Räder im normalen Familieneinsatz, am besten vor dem Saisonstart.

Schritt 03

Zweiter Service im Jahr

Wenn Sie täglich und ganzjährig fahren, viel Gewicht transportieren oder das Rad draussen steht.

Schritt 04

Zwischendurch selbst

Luftdruck alle ein bis zwei Wochen prüfen, Bremsbeläge sowie Kette oder Riemen im Blick behalten, Gurte auf Scheuerstellen ansehen.

Sofort in die Werkstatt bei verändertem Bremsgefühl, Spiel in der Lenkung, ungewohnten Geräuschen unter Last, sichtbaren Rissen oder nach einem Sturz mit Beladung.

Wer das Cargobike gewerblich einsetzt, braucht in der Regel engere Intervalle. Sprechen Sie uns an, dann legen wir einen Rhythmus fest, der zu Ihrer Nutzung passt.

Voranmeldung Cargobikes brauchen Platz auf dem Montageständer

Riese und Müller Transporter2 65 in Schwarz, Seitenansicht: Long John mit flacher Ladefläche

Vor der Anfahrt

So bereiten Sie den Cargo-Servicetermin vor

Cargobikes brauchen Platz und Zeit auf dem Montageständer. Melden Sie sich deshalb bitte vorher an. Wir warten und reparieren Lastenvelos aller Marken; vertraut sind uns unter anderem Riese & Müller, Tern und HNF Nicolai.

Bringen Sie bei E-Cargobikes bitte den Akku mit und lassen Sie Kindersitze, Gurte und Verdeck montiert: Wir prüfen gern genau die Konfiguration, in der Sie unterwegs sind. Hilfreich ist ausserdem, wenn Sie uns sagen, was Sie üblicherweise transportieren – Kinder, Werkzeug oder Getränkeharassen belasten ein Rad unterschiedlich.

Ramsauer Radsport ist seit 1937 in St. Gallen; Inhaber und Geschäftsführer ist Reto Lieberherr. Über 90 Google-Bewertungen ergeben 4,4 von 5 Sternen (Stand August 2026).

Öffnungszeiten

Montaggeschlossen
Di – Fr13:00 – 18:00
Samstag09:00 – 16:00
Sonntaggeschlossen
Bergkamm im Abendlicht mit E-Mountainbike am Rand

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Service und Wartung am Cargobike

Alle Fragen ansehen

Fahrer mit Helm auf einem E-Mountainbike in der Stadt, Hochformat

Als Orientierung: eine Erstinspektion nach den ersten Wochen im Alltag, danach ein jährlicher Komplettservice, am besten vor dem Saisonstart. Wer täglich und ganzjährig fährt, viel Gewicht transportiert oder das Rad draussen abstellt, fährt mit zwei Terminen pro Jahr besser. Gewerblich genutzte Lastenvelos brauchen in der Regel engere Intervalle. Feste Kilometerangaben sind beim Cargobike wenig aussagekräftig, weil die Belastung vor allem von der Zuladung abhängt.

Es gelten zwei Grenzen, und die tiefere zählt. Rechtlich sind beim leichten Motorfahrrad – der Kategorie der allermeisten Familien-Cargobikes – seit dem 1. Juli 2025 bis zu vier Kinder zulässig, sofern das Fahrzeug gar keinen Mitfahrersitz hat und vier geschützte Kindersitzplätze aufweist; mit Mitfahrersitz bleibt es bei zwei. Ein geschützter Kindersitzplatz braucht dabei Rückenlehne, Rückhaltesystem und Schutz der Extremitäten vor beweglichen Fahrzeugteilen. Bei mehrspurigen schweren Motorfahrrädern legt die Zulassung die Zahl der Plätze fest; sie steht am Fahrzeug angeschrieben. Welche Kategorie für Ihr Rad gilt, steht auf der Seite Vorschriften für Lastenvelos. Der Hersteller setzt oft ein tieferes Limit: Bei zweirädrigen Familien-Cargobikes liegt die Freigabe regelmässig unter dem, was das Gesetz zulassen würde, und gilt zusätzlich nur bis zu einem Höchstalter der Kinder; die Kidsbox des dreirädrigen CD2 ist für vier ausgelegt, und die Sitzbänke mit den vier Sicherheitsgurten sind im Preis enthalten. Massgeblich ist immer die tiefere der beiden Grenzen – bei der Kinderzahl ist das meist die Herstellerfreigabe, beim zulässigen Gesamtgewicht kann es auch das Gesetz sein: Das CD2 ist ab Werk auf 280 kg ausgelegt; in der Schweiz endet die leichte Kategorie bei 250 kg, weshalb der Hersteller für die Schweiz 250 kg freigibt.

Ja. Wir warten und reparieren Lastenvelos aller Marken, unabhängig davon, wo Sie das Rad gekauft haben. Melden Sie sich bitte vorher an, weil ein Cargobike auf dem Montageständer mehr Platz und Zeit braucht als ein Citybike.

Bei E-Cargobikes den Akku, weil wir Sitz und Kontakte sonst nicht beurteilen können. Kindersitze, Gurte und Verdeck lassen Sie am besten montiert: Wir prüfen dann genau die Konfiguration, in der Sie unterwegs sind. Hilfreich sind ausserdem die Herstellerunterlagen mit dem zulässigen Gesamtgewicht sowie ein kurzer Hinweis, was Sie üblicherweise transportieren.

Weil bei jedem Anfahren mehr Masse in Bewegung gesetzt und bei jedem Halt mehr Bewegungsenergie in Wärme umgewandelt wird. Am Antrieb bedeutet das hohes Drehmoment bei tiefer Trittfrequenz, was die Kettenlängung beschleunigt; eine zu lang gefahrene Kette nimmt Ritzel und Kettenblatt gleich mit. An der Bremse bedeutet es schnelleren Belagverschleiss und höhere thermische Belastung. Wir messen die Kettenlängung deshalb mit der Lehre.

Bei verändertem Bremsgefühl oder weichem Druckpunkt, bei Spiel in der Lenkung oder schwammigem Lenkgefühl, bei ungewohnten Geräuschen unter Last, bei sichtbaren Rissen an Rahmen, Schweissnähten oder Boxaufnahmen und nach jedem Sturz mit Beladung. Auch ein Ständer, der beladen nicht mehr sicher steht, gehört dazu. In diesen Fällen warten Sie bitte nicht auf den nächsten regulären Termin.

Bevor Sie mit dem Lastenvelo losfahren

Sagen Sie uns beim Anruf, was Sie üblicherweise transportieren – Kinder, Werkzeug oder Getränkeharassen belasten ein Rad unterschiedlich.

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Lastenvelo mit Holzbox vor einer Backsteinfassade