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Cargo-Bereich an der Zürcherstrasse 15 · seit 1937

Cargobikes und Lastenvelos: Beratung, Probefahrt und Service in St. Gallen

Ein Cargobike ist eine Anschaffung, die den Alltag verändert. Deshalb beginnt die Beratung bei uns nicht mit einem Modell, sondern mit Ihren Wegen: Strecke, Steigung, Anzahl Kinder, Abstellplatz.

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  • Riese & Müller ·
  • Tern
  • · HNF Nicolai
  • Probefahrt nach Terminvereinbarung
  • all-ride-zertifizierte Werkstatt
  • 4,4 ★ aus über 90 Google-Bewertungen (Stand August 2026)
  • all-ride-zertifizierte Werkstatt
  • Velo-Handwerk seit 1937, Inhaber Reto Lieberherr
  • Zürcherstrasse 15, 9000 St. Gallen
Weisses Cargo-Bike vor einem Ladenlokal in der Stadt

Beratung beginnt bei Ihren Wegen

Ein Cargobike verändert den Alltag – deshalb fragen wir zuerst nach Ihren Wegen

Manchmal endet ein Gespräch damit, dass ein Veloanhänger oder ein Longtail die bessere Antwort ist als ein grosses Transportvelo. Das sagen wir dann auch.

Riese und Müller Transporter2 65 in Schwarz, Seitenansicht: Long John mit flacher Ladefläche vor dem Lenker
  • Cargo Beratung, Probefahrt und Werkstatt unter einem Dach

Cargobikes sind bei Ramsauer Radsport kein Nebensortiment, sondern ein eigener Schwerpunkt: Lastenvelos lassen sich nach Terminvereinbarung probefahren und werden danach in unserer all-ride-zertifizierten Werkstatt betreut. Im Cargo-Bereich führen wir bewusst kuratiert statt möglichst breit – drei Marken: Riese & Müller, Tern und HNF Nicolai, die als Marke heute HNF Bikes heisst. Von HNF steht das dreirädrige CD2 im Laden; nach diesem Modell führen wir die Marke nicht weiter.

Diese Seite ist der Einstieg. Sie ordnet die Bauformen ein, nennt die Marken, die wir führen, fasst die seit dem 1. Juli 2025 geltenden Schweizer Regeln zusammen und beschreibt, wie eine Probefahrt bei uns abläuft. Für die Tiefe gibt es je eine eigene Seite: Kaufberatung, Familie, Gewerbe und Cargo-Service.

Was die Bauform entscheidet

Vier Bauformen, drei Marken: was bei uns wozu passt

Cargobikes unterscheiden sich weniger im Antrieb als in der Bauform. Sie entscheidet darüber, wie sich das Velo fährt, wie viel Platz es braucht und was hineinpasst. Welche dieser Bauformen an Ihrem Termin bei uns steht, ist unterschiedlich; wir sagen Ihnen vorher, was Sie tatsächlich sehen und fahren können.

Longtail-Cargovelo mit verlängertem Hinterbau und langem Gepäckträger vor einer Backsteinwand
  • Bauform Long John, Dreirad, Longtail oder Kompakt-Cargo
Schritt 01

Long John: Ladefläche vorne, zwei Räder

Die Last liegt tief zwischen Vorderrad und Lenker. Ein Long John fährt sich nach kurzer Eingewöhnung wie ein normales Velo, ist schmal und wendig, verlangt beim Anfahren und Anhalten mit Last aber etwas Übung. Riese & Müller baut in dieser Klasse mehrere Modelle, mit offener Ladefläche oder mit fest montierter Transportbox. Welches davon bei uns im Laden steht, sagen wir Ihnen vor dem Termin; was nicht da ist, ist bestellbar.

Schritt 02

Dreirad mit Neigetechnik: steht von allein, wenn die Neigung blockiert ist

Ein Trike mit Neigetechnik steht im Stand von selbst, sobald die Neigung blockiert ist; das erleichtert das Ein- und Aussteigen von Kindern deutlich. Dafür ist es breiter und will in engen Kurven bewusster gefahren werden. HNF Nicolai baut mit dem CD2 ein dreirädriges Cargo-Trike mit Neigetechnik: die Kinderbox vorne, die fahrende Person dahinter. Der Hersteller legt das CD2 auf ein zulässiges Gesamtgewicht von 280 kg aus. In der Schweiz gilt für Leicht-Motorfahrräder aber höchstens 250 kg (Art. 18 Bst. b VTS) – massgebend ist hier der gesetzliche Wert.

Schritt 03

Longtail: verlängerter Hinterbau

Von aussen fast ein normales Velo, mit langer Sitzbank hinten. Wendig, gut abstellbar, passend für ältere Kinder und den Einkauf. Welche Longtail-Modelle bei uns stehen, hängt vom Zeitpunkt ab; fragen Sie kurz nach, bevor Sie herkommen.

Schritt 04

Kompakt-Cargo: kurz genug für enge Verhältnisse

Kürzer als ein Long John, gedacht für kleine Lifte, enge Hauseingänge und kurze Stadtwege. Ob zu Ihrem Termin ein Modell dieser Klasse bei uns im Laden steht, klären wir vorher am Telefon; versprechen können wir es nicht.

Stand 1. September 2026

Was wir von Riese & Müller im Cargo-Programm haben

Vier Modelle, die wir konkret führen — mit der Ausstattung, die wir bestellen, und den Preisen, die Riese & Müller für die Schweiz ausweist. Die Bilder sind Herstellerbilder und zeigen das Velo in der Grundausstattung; Zubehör wählen Sie bei der Beratung dazu.

Riese und Müller Transporter2 65 in Schwarz, Seitenansicht: Long John mit flacher Ladefläche vor dem Lenker
Schritt 01

Transporter2 65

Bei uns in Schwarz. Der kompaktere der beiden Transporter: Ladefläche rund 65 × 67 cm, bis 100 kg darauf, dazu ein Gepäckträger für 20 kg. Bosch Performance Line im Smart System, Akku 545 Wh serienmässig.

Zwei Ausstattungen: touring mit Shimano-Cues-Kettenschaltung ab CHF 5’249.–, vario mit stufenloser Enviolo-Nabe und Riemenantrieb ab CHF 5’619.–.

Riese und Müller Transporter2 85 in Schwarz, Seitenansicht: Long John mit langer flacher Ladefläche
Schritt 02

Transporter2 85

Bei uns in Schwarz. Zwanzig Zentimeter mehr Ladefläche als beim 65er: rund 87 × 65 cm mit Boards, rund 87 × 70 cm mit Box, ebenfalls bis 100 kg. Das Velo für Betriebe, die sperrig laden.

touring ab CHF 5’429.–, vario ab CHF 5’809.–.

Riese und Müller Load5 60 in Salbeigrün, Seitenansicht: vollgefederter Long John mit schwarzer Ladebox, Rohloff-Nabe und Riemenantrieb
Schritt 03

Load5 60 rohloff HS — mit ABS

Der vollgefederte Long John, und zwar in der Ausstattung, die wir bestellen: Rohloff-Nabenschaltung mit 14 Gängen, Bosch eBike ABS und die HS-Ausführung mit Tretunterstützung bis 45 km/h.

CHF 10’039.– für das Rad, das ABS kostet CHF 372.– zusätzlich. 45 km/h heisst in der Schweiz: schnelles Motorfahrrad. Gelbes Kontrollschild, Führerausweis Kategorie M ab 16, Helmpflicht — was das im Alltag bedeutet, steht unter Vorschriften.

Riese und Müller Multitinker2 in Lava-Rot und Schwarz, Seitenansicht: kompakter Longtail mit verlängertem Hinterbau
Schritt 04

Multitinker2 — auch mit Family Kit

Der kurze Longtail für Familien, die keinen Long John im Veloraum unterbringen. Vier Ausstattungen: FAMILY mit Bosch Performance Line PX und Nexus 5 ab CHF 5’179.–, touring ab CHF 5’649.–, vario ab CHF 6’109.–, automatic mit Enviolo Automatic ab CHF 6’439.–.

Dazu das Family Kit für CHF 159.– beziehungsweise das Family Kit Plus für CHF 484.– — der Aufbau, mit dem hinten zwei Kinder sitzen.

Schritt Bestellbar

Packster2 70

Der Long John mit Box statt Ladefläche. Packster2 70 ab CHF 6’359.– mit Bosch Smart System und Akku von 625 bis 1500 Wh; Packster2 70 CT ab CHF 7’569.– mit der Control Technology von Riese & Müller und 750 oder 1500 Wh. Beide haben den RX Chip serienmässig.

Bestellbar, nicht an Lager — für eine Probefahrt melden Sie sich bitte vorher.

Schritt Ab Februar

Multicharger

Ab Februar führen wir wieder einen Multicharger. Mehr dürfen wir dazu heute noch nicht sagen: Der Hersteller hat die neue Ausführung noch nicht freigegeben, und wir zeigen nichts, was wir nicht zeigen dürfen.

Wenn Sie darauf warten möchten, merken wir Sie vor und melden uns, sobald wir Preise und Ausstattung nennen dürfen.

Preise, Ausstattungen und Farben nach den Angaben von Riese & Müller für die Schweiz, abgerufen am 1. September 2026. «Ab» heisst: Grundausstattung ohne Zubehör. Was ein Aufbau am Ende kostet, halten wir vor der Bestellung schriftlich fest.

Zwei Zahlen, ein massgebender Wert

Was ein Modell tragen darf: gesetzliche Grenze und Herstellerangabe

Zu jedem Modell nennen die Hersteller ein zulässiges Gesamtgewicht. Ein Punkt, der dabei oft untergeht: Die gesetzliche Obergrenze von 250 kg für Leicht-Motorfahrräder ist nicht die Grenze Ihres Velos. Manche Hersteller legen ihre Cargo-Modelle auf deutlich weniger als 250 kg aus; beim HNF CD2 ist es umgekehrt, dort liegt die Herstellerangabe von 280 kg über der Schweizer Grenze. Massgebend ist immer der tiefere der beiden Werte. Welcher das bei Ihrem Wunschmodell ist, lesen wir mit Ihnen am Datenblatt und am Typenschild ab.

Ob ein bestimmtes Modell an Ihrem Wunschtermin für eine Probefahrt bereitsteht und ob es dafür ein offizielles Testrad gibt, klären wir vorher gerne telefonisch. Modelle, die nicht im Laden stehen, sind bestellbar.

Schwarz-weiss: bepacktes Velo mit Säcken, Hochformat

Wozu soll das Velo taugen

Familie, Einkauf, Gewerbe: drei Wege durch den Cargo-Bereich

Drei Einsatzzwecke kommen in der Beratung immer wieder vor, und sie führen zu unterschiedlichen Modellen.

Schritt 01

Familie

Oft geht es um Schulweg, Kita und Sportverein. Entscheidend sind die Zahl der Kinder, ihr Alter und ob sie im Kasten sitzen oder auf einer Bank hinten. Wie viele Kinder mitfahren dürfen, hängt seit dem 1. Juli 2025 von der Fahrzeugkategorie ab: Ein langsames Cargo-E-Bike bis 25 km/h darf zusätzlich zum Führersitz entweder einen Mitfahrersitz und zwei geschützte Kindersitzplätze oder vier geschützte Kindersitzplätze aufweisen, ein schnelles E-Bike bis 45 km/h dagegen nur einen sicheren Kindersitz; die Regeln stehen weiter unten. Dazu kommen Gurte, Regenverdeck und die Frage, ab wann ein sehr kleines Kind überhaupt mitfährt. Das besprechen wir im Einzelfall. Mehr dazu auf Cargobike für die Familie.

Schritt 02

Einkauf und Alltag

Wocheneinkauf, Getränkeharass, Baumarkt, Musikinstrument: Für solche Wege kann ein Cargobike in der Stadt viele Autofahrten ersetzen. Wichtiger als die maximale Kistengrösse ist dabei der Abstellplatz. Ein Cargobike passt in keinen normalen Veloständer und braucht zu Hause wie am Ziel einen Ort, an dem es sicher steht und abgeschlossen werden kann. Klären Sie das vor dem Kauf. Ein fehlender Abstellplatz ist eine Überraschung, die sich später kaum korrigieren lässt.

Schritt 03

Gewerbe

Handwerk, Lieferdienste, Pflege, Hauswartung: In der Stadt spart ein Cargobike die Parkplatzsuche und kommt dorthin, wo ein Lieferwagen nicht hinkommt. Für Betriebe zählen andere Dinge als für Familien: Nutzlast, Robustheit im Dauereinsatz und ein Wartungsrhythmus, der zum Betrieb passt. Was wir für Firmen anbieten, steht auf Cargobikes für Gewerbe und Betriebe.

Bergkamm im Abendlicht mit E-Mountainbike am Rand

VRV und VTS in revidierter Fassung

Was sich am 1. Juli 2025 geändert hat

Viele Ratgeber und Medienberichte zu Lastenvelos geben den Stand vor dem 1. Juli 2025 wieder. An diesem Datum sind revidierte Fassungen von VRV und VTS in Kraft getreten, und sie betreffen genau die Fragen, die bei uns im Laden gestellt werden. Neu gefasst wurden das zulässige Gesamtgewicht, die Zahl der Plätze, die Kategorie schweres Motorfahrrad, die Helm-Ausnahme und die Anhängerregel für Kinder. Drei weitere Punkte in dieser Liste haben sich am 1. Juli 2025 nicht oder nur teilweise geändert – wir nennen sie trotzdem, weil sie oft falsch wiedergegeben werden, und kennzeichnen jeweils den unveränderten Teil als «unverändert». Das Wichtigste in Kürze:

Schritt 01

Gewicht

Für das langsame E-Cargobike, rechtlich ein Leicht-Motorfahrrad mit Antrieb bis 25 km/h und einer Motorleistung von insgesamt höchstens 0,50 kW, gilt ein zulässiges Gesamtgewicht von 250 kg statt der früheren 200 kg (Art. 18 Bst. b VTS). Darin enthalten sind Velo, fahrende Person, Kinder und Ladung.

Schritt 02

Kinder

Die alte Regel «höchstens zwei Kinder auf einem speziell eingerichteten Velo» gibt es nicht mehr. Wie viele Plätze ein Fahrzeug haben darf, hängt jetzt von der Fahrzeugkategorie ab. Beim langsamen Cargo-E-Bike, rechtlich ein Leicht-Motorfahrrad mit Antrieb bis 25 km/h, sind zusätzlich zum Führersitz entweder ein Mitfahrersitz und zwei geschützte Kindersitzplätze oder vier geschützte Kindersitzplätze zulässig (Art. 180 Abs. 1 VTS). Das ist eine Bauvorschrift: Vier Kindersitzplätze darf nur ein Fahrzeug aufweisen, das gar keinen Mitfahrersitz hat. Beim schnellen E-Bike bis 45 km/h ist das Fahrzeug einplätzig (Art. 18 Bst. a VTS); erlaubt ist dort ein sicherer Kindersitz (Art. 63 Abs. 4 VRV). Geschützt heisst dabei: Schutz der Gliedmassen vor beweglichen Fahrzeugteilen, Rückenlehne und Rückhaltesystem (Art. 175 Abs. 5 VTS).

Schritt 03

Neue Kategorie

Das schwere Motorfahrrad gibt es erst seit der Revision: mehrspurig, elektrischer Antrieb bis 25 km/h, zulässiges Gesamtgewicht höchstens 450 kg, Motorleistung insgesamt höchstens 2,00 kW (Art. 18 Bst. e VTS; die Konkretisierung «mindestens drei Räder» stammt aus dem ASTRA-Merkblatt S. 6). Ein mehrspuriges Fahrzeug fällt schon dann darunter, wenn es die Grenzen des Leicht-Motorfahrrads – 250 kg oder insgesamt 0,50 kW – überschreitet; eine Untergrenze von 250 kg gibt es nicht. Es verlangt Typengenehmigung, Fahrzeugausweis, Kontrollschild, Versicherungsvignette (Art. 90 VZV) und den Führerausweis der Kategorie M. Für zweirädrige Cargobikes existiert diese Kategorie nicht. In welche Kategorie ein bestimmtes Dreirad fällt, sagen wir Ihnen vor dem Kauf.

Schritt 04

Helm

Weder auf dem Leicht-Motorfahrrad noch auf dem schweren Motorfahrrad besteht eine Helmtragpflicht: Art. 3b Abs. 2 Bst. g VRV nimmt «Personen auf Motorfahrrädern mit elektrischem Antrieb, der bis höchstens 25 km/h wirkt» aus – Fahrende wie Mitfahrende. Anders lautende Darstellungen zur Revision sind verbreitet; massgebend ist der Verordnungstext. Pflicht ist der Velohelm auf dem schnellen E-Bike bis 45 km/h, und dort müssen auch mitfahrende Kinder unter zwölf Jahren einen Schutzhelm tragen (Art. 3b Abs. 1 VRV). Wir empfehlen den Helm trotzdem, für alle an Bord.

Schritt 05

Breite (unverändert)

Motorfahrräder dürfen höchstens 1,00 m breit sein (Art. 175 Abs. 2 VTS, in dieser Fassung seit dem 15. Januar 2017). Das ist vor allem bei Dreirädern relevant.

Schritt 06

Anhänger

An ein- und zweiplätzigen Fahrzeugen darf zusätzlich ein Anhänger mit höchstens zwei Kindern auf geschützten Sitzplätzen gezogen werden (Art. 63 Abs. 3 Bst. d VRV); am schnellen E-Bike bis 45 km/h nur bei angepasstem Tempo (ASTRA-Merkblatt S. 7). Mitgeführt werden darf nur ein Anhänger (Art. 68 Abs. 1 VRV). Er darf mit der Ladung höchstens 1,00 m breit sein und höchstens 80 kg Betriebsgewicht haben (Art. 68 Abs. 7 VRV; Art. 210 Abs. 1 VTS verweist darauf). Ob ein Fahrzeug mit vier Kindersitzplätzen zusätzlich einen solchen Anhänger ziehen darf, ist nicht ausdrücklich geregelt – lassen Sie das vor dem Kauf vom Strassenverkehrsamt Ihres Kantons bestätigen (mehr unter Vorschriften für Lastenvelos).

Schritt 07

Licht (Einschaltpflicht unverändert)

Am langsamen E-Cargobike sind vorne ein weisses und hinten ein rotes, stetig leuchtendes Licht vorgeschrieben (Art. 178a Abs. 1 VTS); eingeschaltet sein müssen sie auch tagsüber, und diese Einschaltpflicht (Art. 30 Abs. 2 VRV) hat sich am 1. Juli 2025 nicht geändert. Ein separates Tagfahrlicht verlangt das Gesetz dagegen nicht.

Schritt 08

Alter und Zulassung (unverändert)

Personen mitführen, auch Kinder, darf nur, wer über 16 Jahre alt ist (Art. 63 Abs. 3 und 4 VRV). Ein Leicht-Motorfahrrad darf man ab 16 Jahren ohne Führerausweis fahren (Art. 5 Abs. 2 Bst. d und Art. 6 Abs. 1 Bst. f VZV), ab 14 Jahren mit dem Führerausweis der Kategorie M (Art. 6 Abs. 1 Bst. a VZV); Kontrollschild und Versicherungsvignette braucht es dafür nicht (Art. 72 Abs. 1 Bst. k VZV). Eine Haftpflichtversicherung ist für das Leicht-Motorfahrrad nicht vorgeschrieben; ob Schäden über Ihre private Haftpflichtversicherung gedeckt sind, sagt Ihnen Ihre Police.

Stand der geprüften Fassungen: ASTRA-Merkblatt zu den Vorschriften über Motorfahrräder vom 1. Juli 2025 (V02) sowie VRV, VTS und VZV in der Fassung vom 1. Juli 2025. Stand unserer Überprüfung: 7. August 2026. Ohne Gewähr, massgebend ist der Verordnungstext. Die Regeln im Detail, mit Artikelangaben, stehen unter Vorschriften für Lastenvelos in der Schweiz; die Rechenbeispiele zum Gewicht finden Sie in unserer Cargobike-Kaufberatung.

Zwei E-Bikes von Ramsauer Radsport auf einer Schotterpiste im Abendlicht

Testrad, Steigung, rund eine Stunde

Die Probefahrt ist der Kern der Beratung

Ein Cargobike kauft man nicht nach Datenblatt. Der Unterschied zwischen einem Long John und einem Dreirad zeigt sich in der ersten Kurve, nicht in der Tabelle. In St. Gallen kommt die Topografie dazu: Zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt des Stadtgebiets liegen 578 Meter Höhenunterschied. Wie sich ein beladenes Velo am Berg anfährt, lässt sich nicht nachlesen.

Eines vorweg, damit Sie richtig planen: Beladen, mit Steigung und rund einer Stunde Zeit fahren Sie nur auf einem offiziellen Testrad. Ein fabrikneues Velo aus dem Verkauf geben wir nur für eine kurze Runde auf Asphalt heraus – nicht mit Kind und Ladung, und nicht mit nach Hause.

  • Termin vereinbaren: telefonisch unter +41 71 277 59 12 oder per E-Mail an [email protected]. Schildern Sie uns kurz, wen und was Sie transportieren möchten.
  • Vorher klären: Wir sagen Ihnen vor dem Termin, welche Modelle bereitstehen und ob davon eines als offizielles Testrad zur Verfügung steht. Nicht jedes Modell und nicht jede Variante steht im Laden; was fehlt, ist bestellbar.
  • Mitbringen, wenn ein Testrad bereitsteht: was Sie sonst auch transportieren, also Kinder, Kindersitze, Einkaufstaschen, Werkzeugkisten. Beladen fährt sich ein Cargobike anders als leer.
  • Auf der Strasse: mit dem Testrad Steigung, Randstein, enge Kurve und Anfahren am Berg; mit einem Neuvelo eine kurze Runde auf Asphalt.

Wenn Sie eine längere Anreise haben, melden Sie sich bitte vorher. Dann planen wir mehr Zeit ein und klären vorab, welche Bauformen wir Ihnen an diesem Termin nebeneinander zeigen können und ob dazu ein Testrad für eine beladene Runde bereitsteht.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 13–18 Uhr, Samstag 9–16 Uhr. Sonntag und Montag geschlossen.

Velomechaniker bei der Arbeit an einem Velo in einer abgedunkelten Werkstatt
  • Werkstatt all-ride-zertifiziert, mit Platz für grosse Velos

Verkauf und Werkstatt gehören zusammen

Wer ein Cargobike verkauft, soll es auch warten können

Ein Cargobike bewegt dauerhaft ein Vielfaches der Last eines normalen Velos, und das wirkt sich auf fast jedes Bauteil aus: Bremsbeläge, Kette oder Riemen, Reifen, Lager und Speichen arbeiten näher an ihrer Grenze. Dazu kommt Technik, die es am normalen Velo gar nicht gibt, etwa die Lenkübertragung beim Long John über Gestänge oder Seilzug, verstärkte Rahmen und Gabeln, häufig Nabenschaltung und Riemenantrieb statt Kettenschaltung. Und die Fahrzeuge sind gross und schwer; sie brauchen in der Werkstatt schlicht mehr Platz.

Deshalb hängt für uns beides zusammen. Unsere Werkstatt ist all-ride-zertifiziert. Was ein Cargo-Service umfasst und in welchem Rhythmus er sinnvoll ist, steht auf Cargo-Service und Wartung sowie auf der Seite zur all-ride-Werkstatt.

Fahrer mit Helm auf einem E-Mountainbike in der Stadt, Hochformat

Kurz schildern, wie Ihr Alltag aussieht

Kontakt und Wegweiser durch den Cargo-Bereich

Am schnellsten kommen Sie weiter, wenn Sie uns kurz schildern, wie Ihr Alltag aussieht. Daraus ergibt sich meist schon, welche zwei oder drei Modelle überhaupt in Frage kommen.

Öffnungszeiten

Montaggeschlossen
Di – Fr13:00 – 18:00
Samstag09:00 – 16:00
Sonntaggeschlossen

Den Betrieb gibt es seit 1937. Die Werkstatt ist all-ride-zertifiziert, und aus über 90 Google-Bewertungen ergibt sich ein Schnitt von 4,4 Sternen (Stand August 2026).

Weiter im Cargo-Bereich: Kaufberatung · Vorschriften · Familie · Gewerbe · Service. Wenn Sie speziell nach den Wegen, Steigungen und Engstellen in der Stadt suchen, führt Cargobikes in St. Gallen weiter. Zu den Marken: Riese & Müller und HNF Nicolai. Cargobikes von Tern führen wir ebenfalls; dazu beraten wir im Laden.

Bergkamm im Abendlicht mit E-Mountainbike am Rand

Gut zu wissen

Häufige Fragen zum Einstieg ins Cargobike

Alle Fragen ansehen

Vorderrad mit Speichen, Bremsscheibe und Federgabel eines Amflow

Im Cargo-Bereich führen wir Riese & Müller, Tern und HNF Nicolai, das heute als HNF Bikes firmiert. Das ist bewusst eine kurze Liste: Wir kennen die Technik dahinter, statt viele Marken nur oberflächlich zu betreuen. Von HNF steht das dreirädrige CD2 im Laden, und es bleibt das letzte Modell dieser Marke bei uns. Welche Modelle gerade im Laden stehen, klären wir vor Ihrem Termin; was nicht da ist, ist bestellbar.

Der Long John trägt die Last tief vorne zwischen Vorderrad und Lenker und fährt sich nach kurzer Eingewöhnung wie ein normales Velo. Der Longtail hat einen verlängerten Hinterbau mit Sitzbank und ist von aussen fast ein gewöhnliches Velo. Das Dreirad steht im Stand von selbst, ist dafür breiter und will in engen Kurven bewusster gefahren werden. Das Kompakt-Cargo ist kürzer als ein Long John und für enge Wohnverhältnisse, kleine Lifte und kurze Stadtwege gedacht.

Nein. Die 250-Kilo-Grenze gilt für Leicht-Motorfahrräder, also für langsame E-Cargobikes mit Antrieb bis 25 km/h (Art. 18 Bst. b VTS); die Pflicht, auch tagsüber mit Licht zu fahren, gilt für Motorfahrräder (Art. 30 Abs. 2 VRV). Ein Lastenvelo ohne Elektroantrieb ist rechtlich ein Fahrrad (Art. 24 Abs. 1 VTS) und fällt unter keine Motorfahrrad-Kategorie – eigene Vorschriften gelten trotzdem, etwa die Breite von höchstens 1,00 m (Art. 213 Abs. 1bis VTS). In St. Gallen, wo zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt des Stadtgebiets 578 Meter Höhenunterschied liegen, ist der Motor für den täglichen Weg mit Last trotzdem meistens die praktische Antwort. Für kurze, flache Stadtwege kann ein Lastenvelo ohne Motor genügen.

Mit drei Fragen, nicht mit Modellen. Erstens: Welche Wege fahren Sie täglich, und wie steil sind sie? Zweitens: Wen und was transportieren Sie, und wie oft gleichzeitig? Drittens: Wo steht das Velo zu Hause und am Ziel? Gerade der Abstellplatz entscheidet oft mehr als die Ausstattungsliste, denn ein Cargobike passt in keinen normalen Veloständer. Wenn Sie diese drei Punkte beantworten können, bleiben aus einem grossen Angebot meist zwei oder drei Modelle übrig.

Vor allem drei Dinge. Das zulässige Gesamtgewicht für langsame E-Cargobikes, rechtlich Leicht-Motorfahrräder, stieg von 200 auf 250 Kilogramm. Die alte Regel «höchstens zwei Kinder auf einem speziell eingerichteten Velo» wurde durch eine Platzregel für Leicht-Motorfahrräder ersetzt: Ein solches Fahrzeug darf zusätzlich zum Führersitz entweder einen Mitfahrersitz und zwei geschützte Kindersitzplätze oder vier geschützte Kindersitzplätze aufweisen (Art. 180 Abs. 1 VTS) – vier Kindersitzplätze also nur ohne Mitfahrersitz. Für schnelle E-Bikes bis 45 km/h gilt sie nicht: Die sind einplätzig, erlaubt ist dort ein sicherer Kindersitz (Art. 63 Abs. 4 VRV). Und mit dem schweren Motorfahrrad kam eine neue Kategorie dazu: mehrspurig, elektrischer Antrieb bis 25 km/h, zulässiges Gesamtgewicht höchstens 450 Kilogramm, Motorleistung insgesamt höchstens 2,00 kW (Art. 18 Bst. e VTS; «mindestens drei Räder» ist eine Konkretisierung des ASTRA-Merkblatts, S. 6). Ein mehrspuriges Fahrzeug fällt schon dann darunter, wenn es 250 Kilogramm oder insgesamt 0,50 kW überschreitet – eine Untergrenze von 250 Kilogramm gibt es nicht. Diese Kategorie verlangt Typengenehmigung, Fahrzeugausweis, Kontrollschild, Versicherungsvignette und den Führerausweis der Kategorie M. Ältere Ratgeber im Netz geben oft noch den Stand davor wieder.

Am besten das, was Sie sonst auch transportieren: Kinder samt ihren Sitzen, Einkaufstaschen, Werkzeugkisten. Beladen fährt sich ein Cargobike deutlich anders als leer, und genau darum geht es. Das geht allerdings nur auf einem offiziellen Testrad; ein fabrikneues Velo aus dem Verkauf geben wir nur für eine kurze Runde auf Asphalt heraus und nicht mit nach Hause. Fragen Sie deshalb bei der Terminvereinbarung, ob für Ihr Wunschmodell ein Testrad da ist. Bringen Sie ausserdem mit, was Sie über Ihren Abstellplatz wissen, also Türbreite, Lift, Rampe und Schwellen. Und planen Sie Zeit ein: Für eine beladene Runde mit Steigung rechnen wir mit rund einer Stunde.

Melden Sie sich bitte vor der Anreise. Dann klären wir vorab, welche Modelle und Bauformen an Ihrem Termin bereitstehen und ob eines davon als offizielles Testrad für eine beladene Runde verfügbar ist, und planen mehr Zeit ein, damit sich die Fahrt lohnt. Ohne Voranmeldung kann es passieren, dass genau das Modell nicht da ist, wegen dem Sie gekommen sind.

Strecke, Steigung, Anzahl Kinder, Abstellplatz

Schildern Sie uns kurz, wen und was Sie transportieren möchten. Daraus ergibt sich meist schon, welche zwei oder drei Modelle überhaupt in Frage kommen.

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Tern GSD S10 in Beetle-Blau — kompaktes Longtail-Cargo-Bike